Es soll Leute geben, die haben keine Ahnung vom richtigen Leben. Solche Leute verstecken sich in Nischen unserer Gesellschaft oder bilden eigene Subkulturen innerhalb eines geschlossenen Ökosystemes.
Problematisch wird es nur, wenn sich diese Subkultur für die eigentliche Gesellschaft hält und denkt die anderen 86 Millionen Menschen in diesem Land sind nur noch nicht auf ihrem “rechten Pfad der Tugend” angekommen.
Also lange Rede kurzer Sinn es geht um (ihr denkt es euch sicher schon): “Studenten”!!!
Ich hab ja nichts gegen sie und manchmal bin ich schon neidisch auf das jahrelange “livin la vida loca”. Aber was ich am Freitag wieder erlebt habe…
Anlässlich Doro ihrer Verabschiedung musste ich da auch an der Uni auftauchen. Natürlich gleich nach Arbeit hinhetzen. Hatte aber die Auflage vorher zu duschen und nicht in Arbeitskleidung zu erscheinen. Das könnte ja Anstoß erregen bei der Bildungselite…
Also hingeeiert und was sehe ich…ein Haufen Studenten, die es sich mit Spanferkel und Zäpfle auf der Dachterrasse der Universität gemütlich gemacht haben. Ist schon hart so ein Studentenleben.
Na ja man lässt sich halt nichts anmerken und mischt sich unters Volk. Small Talk rules und so.
Aber dann kommen die Fragen, die unausweichlich sind:
Und was studierst du so? Ich tippe auf Geoökologie.
Sehe ich so aus oder was?
Na dann irgendwas mit Sport.
Okay das ehrt mich schon eher. Aber ist auch falsch. Ich muss dich leider enttäuschen, ich bin ganz normaler Arbeitnehmer.
Arbeitnehmer? Was ist das denn? Das Wort kenne ich gar nicht. (ehrlich kein Scheiß das war der Orginalton des Gespräches)
Ich so: Arbeitnehmer, das sind die Leute die den Sozialstaat finanzieren und unter anderem solche Leute wie dich.
Hä?
Okay für dich. Arbeitnehmer sind das Gegenteil von Arbeitslosen.
Ach so.
Also da fällt einem doch nichts mehr ein oder? Außer das man wieder einmal mehr merkt, das Pisa recht hat, in Deutschland jeder Abitur kriegt und die Randgruppe Student wirklich keine Ahnung vom richitgen Leben hat.