Archive for März, 2008

Genauer hinsehen…

Sonntag, März 16th, 2008

So nachdem ich am Freitag mal wieder auf nem Hardcore-Konzert bei den Crailsheimer Freaks war, musste ich mich mal wieder über die Szene informieren. Man kommt ja zu nix…

Und da lese ich doch grad eine CD Review über die neue CD von “Inked in Blood” auf metal.de. Die CD der christlichen Hardcorer aus USA wurde da auf jeden Fall voll von Kritiken zerrissen. Man merkte gleich, das den Jungs bei metal.de der christliche Hintergrund nicht passt. Komisch nur das die CD im Rolling Stone und auch in der Slam sehr gute objektive Kritik erhalten hat (8 von 10 Pkt.).

Das Beste ist aber das die Jungs bei metal.de als Alternative zu Inked in Blood, also wenn man richtig guten Metalcore haben will…die Neue von Unearth empfehlen. Dumm nur das dass auuch Christen sind und die ersten 2 Alben von denen sogar auf dem gleichen Label erschienen sind. Man hätte also genauer hinsehen sollen. Wie dem auch sei?

Ich freue mich immer wieder, das christliche Hardcore und Moshbands keinen Vergleich mit weltlichen Bands scheuen müssen und in säkulären Magazinen oft hochgelobt werden. Und das die Jungs einfach ihr Ding durchziehen und gute Musik machen. Und nicht etwa sowas wie “wir wollen die Szene unterwandern” etc..

Da könnten sich einige christliche Musiker mal ne scheibe abschneiden. Mit Bauchschmerzen denke ich da an den letzten Jesus House Song. Pop mit Synthies und Gesangseffektgerät, 20 Leute auf der Bühne und dann der Aufruf: “Bitte kauft diese CD damit der Jesus House Song in die Charts kommt”. Mit Rechenbeispiel: “Wenn nur jede Jugendgruppe 2 CD´s kauft, dann haben wir soundsoviel Marktanteil und sind dann auf Platz soundso der Charts”.  Oh je, wie traurig!!!

Für´s nächste Mal hätte ich da einen einfachen aber wichtigen Tip an die Leute: “Macht doch einfach gute Musik, die setzt sich von alleine durch.”

Siehe christliche Hardcoreszene. In den USA, in Skandinavien und in Deutschland gibt es haufenweise gute christliche Hardcorebands, die in der säkularen Szene bekannt und geachtet sind. Und dass nicht, weil sie jemand megamässig promotet hat sondern weil sie sich mit guter Musik und jeder Menge Konzerte einen Namen erspielt haben.

Nächste Woche geh ich erstmal zu “As I lay dying”, wollte ich auch schon lang mal sehen. So on.

Emerging Church da war doch noch was…

Freitag, März 7th, 2008

Heute habe ich 2 Mails von einem Blayne Waltrip erhalten. Betreff: Treffen.

Ich hätte sie fast gelöscht weil ich es für Penisenlargement Spam etc. gehalten hab. Aber weil sie nicht im Spamordner hängen geblieben sind, hab ich trotzdem mal ganz vorsichtig draufgeklickt.

Und es war von einem Typ (Ami) der seine Doktorarbeit über emerging church und “verschiedene Bewegungen in Europa, die Europäische Jugend (postmoderne Generation) erreichen” schreibt.

Auf jeden Fall will der sich öfter mit mir treffen und auch unsere Gemeinde kennenlernen und das dann irgendwie einbauen. Wie geil.

Eigentlich dachte ich ja das der Zug mit Veröffentlichungen zu dem Thema langsam abgefahren ist. Wenn selbst die EKD Foren und Seminartage zu emerging church macht kann das nicht mehr so neu und veröffentlichungswert sein.

Ausserdem ist für mich emergingsein bzw. machen was anderes, als darüber schreiben. Wenn ihr wisst was ich meine. Ausserdem sind wir ja eigentlich eine Pubsgemeinde in Kleinkleckersdorf die sich nur bis jetzt der Übermacht der Spießer nicht ergeben hat, sonst nichts. Und ich glaube auch nicht immer ganz repräsentativ für Jesus Freaks International. Auch haben wir uns ja nie bewusst emerging auf die Fahne geschrieben oder krampfhaft versucht das zu sein.

Wir haben halt immer versucht unser Dinge zu machen und unseren Glauben so authentisch und real wie möglich zu leben. Ob das immer klappt ist ja noch was anderes. Aber ich/wir als emerging? Ich meine okay wir sind vielleicht nicht solche Heuchler, die den ganzen Tag Radio und MTVMusik (<–ähh machen die überhaupt noch was mit Musik?) hören und einmal in der Woche so tun als würden wir auf Orgelmusik oder Weicheigeseiermusik stehen. Wir wollen halt einfach Gott beim Wort nehmen und ja wir wollen das krasse übernatürliche Dinge passieren aber ist das emerging?

Sollte das nicht vielmehr normal sein und das Bestreben eines jeden Freaks …äh Christ?

Andererseits ehrt  mich/uns so eine Anfrage schon ein bißchen und macht mich auch stolz. Auf meine Gemeinde, meine Leute mit denen ich jetzt schon ne Weile unterwegs bin. Stolz auf unsere locations, stolz auf unsere Partys und Konzerte, stolz auf die krassen Dinge die passieren und stolz auf die krassen Veränderungen die Leute erleben. Auch wenn ich immer wieder denke: “Es könnte/müsste noch mehr gehen! ” Denn es geht immer mehr. Es geht immer noch näher zu Jesus hin.

Ich weiß Stolz ist Scheiße, aber es ermutigt auch weiterzumachen. Denn schließlich haben wir ja die letzten 6 Jahre nichts anderes ausser Freaks gemacht. Nie richtig Urlaub, keine Freizeit, keine Hobbys, keinen Cent über….nur Gemeinde. Und das trotz des Gegenwindes und der ganzen Leute die uns immer wieder an den Karren gepisst haben.

Darum hier nochmal Danke Jesus und Danke Freaks Eppingen für die Zeit.

Kurzer Auszug aus meiner Antwortmail:

Ein paar Anmerkungen für Sie Blayne vielleicht noch im Voraus, die Ihnen vielleicht helfen werden sich in die Thematik hinein zu denken:
1.) Die Jesus Freaks Bewegung ist eine Jugendsubkultur mit einem breitgefächerten Spektrum an Leuten und Gemeindeformen. Alle diese Gemeinden sind innovativ und emerging churches. Aber jede Gemeinde ist anders und darum sind Jesus Freaks Eppingen nicht unbedingt repräsentativ für die ganze Jesus Freaks Bewegung.
2.) Ich weiß das in den letzten 10-15 Jahren viele Bücher über unsere Generation und als Gesellschaftsanalyse geschrieben wurden. Ich besitze selbst einige, die ich auch gelesen habe. Aufgrund dessen und aufgrund meiner persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen, wage ich zu bezweifeln, dass wir dieses Zeitalter noch als Postmoderne oder postmoderne Gesellschaft bezeichnen können. Ich glaube die Veränderungen in der Gesellschaft und bei den Jugendlichen ist in den letzten Jahren soweit vorangeschritten, das der Begriff Postmoderne einfach nicht mehr passt. Ich hab aber leider auch keine gute Alternativbezeichnung anzubieten.*ggg*
3.)Als Jesus Freaks Bewegung befinden wir uns gerade in einer Phase der Umorientierung und Neufindung. wir hatten im letzten Jahr einen basisdemokratischen Konzilprozess (ähnlich Nicäa oder Konstantinopel)der noch nicht zu Ende ist. Viele Dinge die bisher bei Jesus Freaks klar und fest waren sind es nicht, dafür sind andere wichtige und neue Punkte dazu gekommen.Die 3 Hauptfragen von Jesus Freaks International in den letzten 2 Jahren waren: Was sind Jesus Freaks? Wer sind Jesus Freaks? Wie wollen wir organisiert sein bzw. wie sieht Leitung bei uns aus?
Einen Text der unsere Gesamtsituation am Besten beschreibt habe ich vor einer Weile auf meine Blog veröffentlicht. Bitten lesen Sie ihn: http://angie.jesusfreak.de/2007/05/
Denn hier habe ich ausgedrückt was ich denke und fühle und warum ich ein Freak bin.
Icfh würde mich freuen bald wieder von Ihnen zu hören.
Fetten Segen

Im Westen nix Neues

Freitag, März 7th, 2008

War heute mit meiner Firma auf der Messe Dach und Holz in der Neuen Messe in Stuttgart.

Viel rumgelatscht und ein Haufen Sachen gesehen. Aber im Großen und Ganzen nichts sonderlich Neues oder Innovatives. Ausser die Preise, die schocken schon. Ein Parkticket 18 Teuros, Eintritt 49 Teuros, Bockwurst mit Brot 7,90 Teuros. Wenn das nicht der Kapitalismus ist vor dem wir immer gewarnt wurden (Vgl. vorherigen Eintrag) was dann.

Und die Ganze Messe total voll mit Menschenmassen. Weck den Ossi in dir und stell dich einfach irgendwo an, Menschenschlangen gab es genug.

Wir halten fest: Holz bleibt Holz und man kann das Rad nur einmal erfinden.

Weißt du noch wie´s früher wa(h)r?

Mittwoch, März 5th, 2008

Genau diese Frage wurde mir vor Kurzem von einer Abiturientin gestellt. Die hatten wohl in Geschichte gerade Mauerbau, Besatzungszonen etc. und nun sollten sie als Hausaufgabe irgendwelche Verwandten oder Bekannte aus dem Osten fragen:

“Was war eigentlich gut an der SBZ bzw. DDR?”

Na ja wenigstens nach potenziellen Antwortgebern musste die oben erwähnte Abiturientin ja nicht lange suchen, denn schließlich besteht ja ihr halber Freundeskreis aus ehemaligen DDR-Bürgern. Woran liegt das eigentlich, dass in der alternativen christlichen Szene hier im süddeutschen Raum so viele Ossis sind? Ich glaube in fast jeder Freakgemeinde sind 30 Prozent Ossis oder noch mehr. In vielen Gruppen sind sogar Gemeinde und Bereichsleiter Ossis. Bei uns war es ja bis vor einiger Zeit ein reines Ossileitungsteam (<–was für ein geiles Wort).

Aber dieses Phänomen beschränkt sich wirklich fast nur auf die alternative Szene, klar es gibt Ausnahmen, aber ich wette es gibt hier im Umkreis keinen AB-Verein oder eine pietistische Gemeinde mit einem Ossileitungsteam. Also woran liegt das? Man könnte ja einfach sagen: “Ohne uns läuft ja hier nüscht…”(Vgl. Herkunft der Bauarbeiter, Tankstellenangestellte etc. in Baden Württemberg) Aber das wäre wohl zu einfach. Diesem Phänomen würde ich später gern mal meine Masterarbeit widmen.

Aber zurück zur eigentlichen Frage. So plötzlich und unerwartet wie sie kam, so wenig konnte ich darauf antworten. Nicht weil ich denke, das es nichts Gutes an der DDR gab, sondern vielmehr weil ich da schon lang nicht mehr darüber sinniert hatte.

Darum möchte ich alle Blogleser, auch die des älteren Semesters, hiermit aufrufen in den Comments der Abiturientin Rede und Antwort zu stehen. “Was war gut an/in der DDR?”

Ich könnte jetzt hier auch virtuelle Stöckchen rumwerfen, aber das ist albern und außerdem sind wir ja keine Hunde.

Und weil wie im Stuhlkreis sich immer keiner traut den Anfang zu machen, fange ich mal an. Denn woher kam meine plötzliche Antwortlosigkeit? Ich denke, ich konnte nicht gleich antworten weil ich schon zu DDR-Zeiten sehr systemkritisch erzogen wurde und vieles schon früh hinterfragt habe (Respekt an meine Eltern). Ich konnte den Pionierkram, Gruppenzwang, Stolz auf Soldaten sein und die Russenfreundschaft nicht verstehen. Alles was mir als Kind von offiziellen Seite erzählt wurde, sei es im Kindergarten, in der Schule oder von Funktionären hatte für mich Haken, sei es in ideeller als auch in praktischer Hinsicht.

Beispiel gefällig…”Ein Hoch auf die deutsch-sowjetische Freundschaft. Die Sowjetbrüder haben uns von der faschistischen-kapitalistischen Sklaverei befreit. Vom großen Bruder lernen, heißt siegen lernen usw.” Diese Parolen hat jedes Kind in Schule, Kindergarten und Büchern zur Genüge eingetrichtert bekommen. Soweit ja noch alles recht und schön, kann ein Kind ja alles nachvollziehen. Aber ein Kind kann nicht nachvollziehen, wenn es sieht wie der große Bruder nachts in den Garten der Oma klettert und die Äpfel von den Bäumen klaut und im Herbst die Kartoffeln, die wir ein ganzes Jahr lang gehegt und gepflegt haben. Das versteht ein Kind nicht. Außerdem hatten wir Westfernsehen aus Berlin, sogar Sat.1 und Vox. Und ein Kind versteht auch nicht warum Kinderschokolade nur für Kinder im Westen ist, ganz geschweige von MilkyWay, Ü-Ei und Kollegen.

Tja das alles habe ich hinterfragt. Vielleicht war ich auch nur neidisch auf meine Cousins aus dem Westen. Denn die hatten eine ganze Kiste voll Lego, überleg mal, eine ganze Kiste…Und ein Haufen bunte T-Shirts. Und nicht das Weiße mit dem blauen/roten Streifen und den Olympiaringen wie ich und der Rest meiner Klasse. Und warum darf ich die eigentlich nicht besuchen? Hä? Und auch nicht Oma´s Bekannte in Polen. Hä?

Aber ich schweife ab also was war denn nun gut?

Das Frauenbild war besser. Frauen waren das Rückgrat der Gesellschaft. Sie waren genauso wichtig und unverzichtbar in der Produktion wie Männer. Und wurden nicht zum kindergroßziehenden Ganztagsmuttis degradiert.

Die Bildung war härter und besser. Ja viele denken, alle Ossis sind dumm, die hatten in Erdkunde nur weiße Karten und jeder hatte eh seinen Arbeitsplatz sicher. Aber ich denke man hat mehr, härter und schneller gelernt als heute. Ich wurde im September eingeschult und Weihnachten konnte ich lesen. Und zwar unbekannte Texte und alle Buchstaben des Alphabets. Heutzutage kann man ja froh sein wenn Kinder nach der Grundschule einigermaßen flüssig lesen und schreiben können. Das meine ich….

…to be continued…

Dark was the night

Mittwoch, März 5th, 2008

Jute Nacht zusammen.

Arbeitsmässig bin ich ja gerade im Schlechtwetterurlaub, d.h. man ist die meiste Zeit daheim und kriegt 60 Prozent vom Lohn von der Sozialkasse Bau oder so. Na ja man zahlt ja auch das ganze Jahr ein…

Wenn sich kurz mal die Sonne zeigt und/oder ein dringender Auftrag reinflattert kann ich trotzdem arbeiten und mein Chef meldet diesen Arbeitstag dann der Agentur für Arbeit.

Damit mein Kontostand nicht ganz in den roten Zahlen versinkt und weil ich einem guten Freund helfe, arbeite ich also zur Zeit wieder mal in meiner Nebentätigkeit als Nachtwächter.

Ich würde aus dieser Tätigkeit gern ein tägliches Blogtagebuch mit meinen Erlebnissen machen aber das verbietet ja schon das “tage” in dem Namen. Denn es ist ja immer Nacht.

Außerdem gibt es ja auch wieder das Problem mit den Betriebsgeheimnissen und dem Codex, das man ja nicht über seinen Job bloggt und so. Und in diesem Fall weiß ich ja auch sicher, dass mein Chef meinen Blog liest…

Wie dem auch sei, Zeit zum bloggen hätte ich auf jeden Fall gerade genug. Obwohl ich wirklich sagen muss, das die Zeit nachts schneller vergeht. Also langweilig war mir auch noch nie dabei. Wahrscheinlich kommt dieser Arbeitsalltag meinem natürlichen Biorhythmus sehr entgegen. morgens/vormittags –> schlafen, nachmittags –>langsam wach werden und essen, abends –> bei Freaks sein/für Freaks was machen, nachts (endlich fit) –>arbeiten!!!

Obwohl arbeiten, glaube ich nicht das richtige Verb zur Beschreibung meiner Tätigkeit ist. Aber Einer muss es ja machen… Kontrollrundgänge, Schließrunden, Telefonbereitschaft, Kontrollanrufe usw. (<– das usw. kann ich mir eigentlich sparen, denn mehr mache ich nicht).

Na ja dieser nächtliche Zeitraum kommt euch ja auch zu Gute denn nun kann ich ja bloggen bis die Tasten glühn…

Was bisher noch geschah…

Hab mich durch die delicio.us linksammlung von meinem Bruder und s*********r geklickt. Hab gut gelacht, war aber auch ne Menge für mich uninteressanter Nerdkram dabei.

Ansonsten hab ich noch festgestellt, das es an meinem Aussichtspunkt hier 5 Uhren gibt bzw. 5 Geräte welche die Zeit anzeigen. Und alle weichen genau 1 Minute im Uhrzeigersinn voneinander ab. Also wenn ich von links nach rechts schaue sehe ich 2:42–>2:43–>2:44–>2:45–>2:46 Uhr.

Na ist das schon mal jemandem vor mir aufgefallen??? Hää??? Oder sehe nur ich das??? Bestimmt wieder ein Fehler in der Matrix. Hätte ich doch bloß die Rote Pille genommen…