Archive for Juli, 2007

Freakstock Review

Dienstag, Juli 31st, 2007

Wahrscheinlich schreiben grad alle irgendwie ihren persönlichen Rückblick vom Freakstock auf dieser Blogplattform.

Darum schließe ich mich dem in den nächsten Tagen an.

Soviel schon mal vorneweg, für mich war es ein sehr intensives Freakstock, weil ich so eine innere Liste von Leuten hatte, die ich abarbeiten wollte. Es ging hauptsächlich darum, das ich die Leute treffen wollte und mit ihnen reden, weil ich sie wahrscheinlich wieder ein Jahr nicht mehr sehe.

Es war echt cool und es gab viele interessante und nachdenkliche Gespräche. Das Rebootsystem hat auch viel Freiraum zum Reden geschaffen. Danke dafür.

Hier mal noch zwei Bilder vom FS. Ich nenne sehe: “Jesus Freaks-the next generation” oder “Sie mag Musik nur wenn sie laut ist”…….

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Retrospektive

Sonntag, Juli 22nd, 2007

Ich glaub langsam muss ich auch anfangen, so wie Manni einstmals, einen Wochenrückblick zu schreiben.

Man hat soviel um die Ohren und kommt unter der Woche einfach nicht zum bloggen, dabei gibt es immer Ereignisse, die ich der Welt eigentlich nur schwer vorenthalten kann. Leider werden sie oft von dem nächsten krassen Ding überlagert, bevor ich dazu komme es zu schreiben. Na ja….

Also was war denn alles:

Am Dienstag hab ich heldenhafter Weise wiedermal mein Autoschlüssel auf dem Parkplatz vom Handelshof eingeschlossen. Dann erstmal gemütlich einkaufen gegangen. Danach von so einem Baum ein Plakat runtergerissen und mit dem Befestigungsdraht das Auto aufgefummelt. Okay mittlerweile geht das echt schnell, aber meint ihr das juckt irgendwen wenn man mit Draht an einem Auto rummmacht? Keiner hat mich angesprochen oder so und neben mir sind Leute gekommen und gegangen. In was für einer egoistischen konsumorientierten Welt leben wir denn eigentlich? Jeder will nur haben, kaufen usw. und denkt sich: “Ah da fummelt einer an nem Auto mit Draht rum, na was soll´s so lange es nicht meins ist, ist es mir egal.”

Ach so dann waren da noch die Lesben, äh ich meine Anhänger der gleichgeschlechtlichen Liebe. Ich weiss man soll nicht über seinen Job bloggen aber… Also Jan und ich waren die Woche ein Dachfenster einbauen, bei zwei verheirateten Lesben. Also man kann sich schon drüber lustig machen das man nicht genau erkannt hat, wer von beiden der Mann oder die Frau ist, weil beide sehr männlich gebaut und strukturiert waren. Aber irgendwann taten sie mir voll leid (nee ehrlich jetzt), denn ich glaub in der Stadt ist ja alles noch okay, aber die beiden wohnen in einem kleinen Dorf, in der Nähe von HN.Und da kennt wirklich jeder jeden. Ich glaub die werden ständig gedizzt und haben dort keinen Anschluss an die Dorfgemeinschaft (sagen die Nachbarn).

Als Nächstes muss ich euch berichten, das es in unserem neuen Heim echt voran geht, ich mach mal demnächst Bilder. Doro und ich werden so um den 18. / 19. August umziehen. Die Wohnung ist echt cool, war nur sehr renovierungsbedürftig. Also ich immer nach Feierabend hin und rumgemorkelt…Und solche Sprüche wie: “Ach ich find das schön, wenn man abends noch ein bißchen was schaffen kann, dann hat man so einen schönen Ausgleich zur Arbeit!” kann ich echt nicht mehr hören. An alle Agenten da draussen: !!!Ich mach das hauptberuflich schon den ganzen Tag!!!Ich hab da absolut kein Bock drauf!!! Aber ich mach es trotzdem!!!

Okay zurück zum Thema. Also Türen und Rahmen sind fertig geschliffen. 2 Türen sind fertig gestrichen. Tapete ist komplett dran, in allen Räumen. Schlafzimmer ist einmal komplett gestrichen, inklusive Stuck und Decke.

Kurz noch ein Bericht aus der Jesus Freaks Bewegung um mal alle Klischees zu widerlegen. Alle denken ja wir sind verpeilt und alles dauert etwas länger….(warum wohl?…)

Ich hab gestern noch schnell ein Freundesticket für das Freakstock bestellt. Die Dinger kosten 25 Euro und sind für Leute gedacht, die Gott absolut nicht kennen und nicht soviel Kohle haben oder kein Bock haben für ne christliche Veranstaltung soviel Geld zu bezahlen. Also klassische Missionsopfer. Damit wir aber nicht gelinkt werden bei der Sache, können nur Gemeindeleiter, die auf der JFI-Leiterliste sind, die Dinger bestellen. Da ich mir nicht ganz sicher war, wer da alles drauf ist, auf der Liste, hab ich ne Mail geschrieben, das Ticket bestellt und um Rückmeldung gebeten, ob das geklappt hat. Ich klick also bei Outlook auf senden, steh auf geh vom Wohnzimmer in die Küche und in dem Moment klingelt auch schon mein Handy und der Renaldo sagt mir: “Jau hat geklappt, Ticket ist bestellt und so.” Man das waren gerade mal 20 Sekunden, welche die Rückmeldung gebraucht hat. Und da muss man noch die Zeit abziehen, in der die Mail durch das WWW geflitzt ist und die Zeit in der Renaldo meine Nummer gewählt hat. Also fetten Respekt an JFI und an meine Bewegung…

Freu mich schon auf  Freakstock. Wird anstrengend wie die Sau aber was tut man nicht alles. Ein Haufen Leute wieder treffen, zwischen durch kurz zur Hochzeit von meiner Cousine Susi….Cool auch das wieder so ein Haufen von unseren Nachwuchsfreaks hier aus Eppingen mit aufs FS kommen. Das freut….

Gemeindekram 2

Dienstag, Juli 10th, 2007

Um meinem sich verändernden Gemeindeverständnis auf die Schliche zu kommen, hab ich mich mal gefragt: Was hat mich dazu bewogen, vor 5 Jahren Gemeinde zu machen?

Die einzige richtige christliche Antwort wäre natürlich: “Weil Jesus/Gott mir den Auftrag gegeben haben”.

Aber ist das wirklich so oder ist das nur das Totschlagargument schlechthin? Denn wir kennen dieses Argument ja auch von Personen,die zu Einem kommen und sagen: “Der Herr hat mir gesagt, du bist der Partner für´s Leben, du sollst mich heiraten”.

Also nicht wirklich schlagkräftig oder….

Also was hat mich dazu bewogen?

Ausschlaggebend war zum größten Teil, das ich Leute die ich in Kneipen oder auf Konzis kennengelernt hatte und mit ihnen über Jesus gelabbert hatte, danach nirgends hinschicken konnte. Denn die meisten Gemeinden die ich im Umkreis kannte waren mir ja selbst peinlich und ich ging kaum irgendwo hin.

Ich dachte mir man müsste Gemeinde machen für Leute ohne christliche Sozialisation oder Vorbildung. Aber vor allem eine Gemeinde die mir nicht peinlich ist und zu der ich jederzeit Leute mitbringen kann.

Der andere Beweggrund war für mich Musik und Style.

Alle Leute hören unter der Woche Radio, schauen MTV oder gehen auf Konzis. Aber einmal in der Woche werden sie gezwungen, so zu tun als ob sie auf Orgelmusik oder seichte Keyboardmusik stehen. Und dabei sollen sie dann auch noch Gott anbeten…

Mit den Klammotten und dem anderen Kram läuft das ähnlich.

Das ist doch irgendwie oder???

Und auf solche instutionalisierte Heuchelei hatte ich null Bock. Das wollte ich irgendwie anders machen. Authentischer und so. Ich höre Hardcore also mache ich Hardcorelobpreis. Und so wie ich normal rede, rede ich auch mit Gott oder predige. Mag sein das es manch einer ungehörig oder unehrfürchtig findet. Aber der Herr sieht das Herz an, hab ich mal irgendwo gelesen und steht nicht auf geschwollene Religionsrhetorik.

Ja das waren so meine Hauptgründe neben den Eindrücken und Ereignissen drumherrum, die ich immer als Bestätigungen Gottes gesehen hab.

Aber mein eigenes Gemeindeverständnis hab ich nie hinterfragt. Ich hab es eher immer so gehalten: “Ich mach es so wie die anderen nur besser und authentischer.”

Aber was ist den nun Gemeinde? Wie stellt sich Gott Gemeinde vor?

Ich will keine Standardantworten. Sondern mich wirklich von Gott dahinführen lassen wo er uns wirklich haben will………….

An Tagen wie diesen

Dienstag, Juli 10th, 2007

Ich hab jetzt schon ein paar mal versucht einen neuen Post zu schreiben, aber immer ist mir der Computer abgeschmiert.

Man das nervt…

Gemeindekram

Sonntag, Juli 1st, 2007

Ich merke grad in letzter Zeit, wie Gott mein Bild von Gemeinde immer mehr verändert.

Natürlich hab ich wie immer mehr Fragen als Antworten, aber ich glaube das wird sich in unserem Leben niemals ändern.

Aber mal ehrlich. Was ist Gemeinde?

Bis jetzt dachte ich immer ich weiß ungefähr was Gemeinde ist, aber denke ich das bloß, weil mir andere gesagt haben: “Das ist Gemeinde”! “So hat Gemeinde auszusehen”!

Auch merke ich, dass seitdem wir mit unseren Räumen und Aktionen mehr in der Öffentlichkeit stehen, ich mich und unsere Gemeinde andauernd rechtfertigen muss. Und das vor Leuten die auch Christen sind und die einfach mit unserem Style und unserem Christsein nicht klar kommen.

Aber dadurch fehlt mir dann die Zeit und die Kraft mich um unsere Leute zu kümmern, die Leute um die es wirklich geht.

Bestes Beispiel: Jemand kommt zu mir und sagt: Hey ihr könnt gar keine richtigen Christen sein, ihr verkauft Strapse?

Ich: Hä?

Ja ich hab Jesus Freaks gegoogelt und da kam ich auch auf einen Gothik Shop der Strapse verkauft und sowas ist doch wohl sehr unheilig.

Ich: Ja aber wenn du was googelst hat das doch nicht automatisch was mit uns zu tun.

Doch, weil ich hab ja Jesus Freaks eingegeben. Und wenn es nichts mit euch zu tun hat, dann müsst ihr dafür sorgen das diese Internetpräsenz verschwindet.

Ich: ???????

Ich hab keinen Bock mehr auf son Scheiß, echt jetzt.

Also ist Gemeinde, eine feste Location, zu der man geht um zusammen Gottesdienst zu machen? Oder ist die Versammlung der Herausgerufenen nicht auch anders möglich? Sollten wir nicht das Leben teilen und nicht nur den Raum zur Anbetung?

Hat nicht grade der Undergroundstyle und das geteilte Leben den ersten Christen so krass zu Wachstum verholfen? Und erst als sie angefangen haben, fette Gebäude zu bauen, ging es bergab.

Müssen wir dahin zurück.

Ich hab mich jetzt ne Weile mit der Emerging church Geschichte auseinander gesetzt. Und zwar schon bevor der Hype losging. Hab einige Bücher auf englisch gelesen, weil es die auf deutsch noch nicht gibt.

Ich hab mit diskutiert und mitgedacht und bin jetzt zu dem Schluß gekommen *trommelwirbel*: Das der Ansatz zwar sehr gut ist aber nicht weit genung gedacht wird. Es gibt zwar sehr gute Gesellschaftsanalysen in den Büchern und auch der Wille das etwas verändert werden muss. Aber die Veränderung beschränkt sich trotzdem auf die Liturgie, die Gottesdienstformen und die Gestaltung der Location. Was natürlich nicht schlecht ist sondern sehr wichtig.

Aber sollte nicht vorher über das Gemeindeverständnis nachgedacht werden und das verändert werden?

Weil ansonsten ist das Ganze doch nur “Emerging Service” und nicht “Emerging Church” oder?